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Veröffentlicht am 08.05.2012 22:31 von Wolfgang Loch

Wanderung durchs Schkölener Land

Wanderung durchs Schkölener Land

Bereits zum dritten Mal in Folge hatte der Burgverein Schkölen am Samstag, 5. Mai, zu einer geschichtlichen Wanderung eingeladen. In den zwei vergangenen Jahren, wie auch dieses Mal, führte der Exkurs in die Heimatgeschichte rund um Schkölen. Entgegen aller Wettervorhersagen konnte bei angenehmen 14°C und fast ohne Regen die 7,5 km lange Tour in 6 Stunden absolviert werden.


Los ging es an der Ziegelscheune zwischen Hainchen und Schkölen, wo sich fast 60 interessierte Heimatfreunde aus nah und fern eingefunden hatten. Nach einer kurzen Begrüßung und einem geschichtlichen Abriss zur Ziegeleigeschichte ging die Wanderung an der „Tomatenfabrik“ vorbei, wie sie vom Leiter der Wanderung Silvio Nimmler bezeichnet wurde, zum Dorstewitz.

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Wolfram Voigt gab einen kurzen Überblick zu den Grabungen während des Baus der Tomatenanlage und zu interessanten naturhistorischen Erkenntnissen rund um das Waldgebiet. Viele staunten, dass ein Teil des Schkölener Rittergutsparks sich am und auf dem Dorstewitz befunden hatte. Auch die davon noch übrig gebliebene Kopflinde mit einem Stammdurchmesser von 6,70m, die stärkste im Saale- Holzlandkreis, begeisterte die Wanderer.

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Entlang einer alten Handelsstraße, die quer durch das Waldgebiet führte, konnte man sich die imposanten Grabhügel aus der Stein- und Bronzezeit anschauen. Nach einem weiteren Vortag über dieses größte Hügelgräberfeld Ostthüringens, mit über 40 Grabhügeln, ging es querfeldein nach Zschorgula.

Zwischenzeitlich wurde von Werner Schwarte und Manfred Grunewald über die Wüstung Sausdorf berichtet. Nach einem leckeren Imbiss vor dem kleinen Museum von Kurt Börner in Zschorgula und einem Vortrag von Herrn Werneburg vom Thüringer Amt für Geologie über die Geschichte der Vermessungstechnik, wanderte die Gruppe zurück nach Schkölen. Unterwegs erklärte Herr Baudach noch wissenswertes zu den vier zu Schkölen gehörenden Mühlen am Mönchsbach. 

Alle Beteiligten sprachen sich lobend über die rundum gelungene Wanderung aus, die von den Mitgliedern des Burgvereins organisiert worden war. Die Teilnehmerzahl zeigte wieder einmal das große Interesse bei jung und alt an der Geschichte unserer Heimat.

Text: Jörg Petermann von Petermännchens Laden in Eisenberg
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